Dr. Edgar Franke

Mitglied des Deutschen Bundestages

Berliner Wirtschaftsgespräche

Berliner Wirtschaftsgespräche des AOK-Bundesverbandes. Podiumsdiskussion: "Fallpauschalen im Krankenhaus"

 

Podiumsdiskussion zum Thema „Was hat das Fallpauschalen-System für Krankenhäuser und Patient gebracht?“ der „berliner wirtschaftsgespräche e.V." Diskutiert habe ich mit Dr. Andrea Grebe, Geschäftsführung Vivantes Netzwerk Gesundheit GmbH, Dr. med. Ralf Hammerich, Klinisches Qualitäts- und Risikomanagement der Charité, Jürgen Malzahn, Abteilungsleiter Stationäre Versorgung beim AOK Bundesverband sowie Urban Roths , stv. Geschäftsführer der DKG. Moderiert wurde die Diskussion von Rolf-Dieter Müller, ehem. Vorstandsvorsitzender der AOK Berlin.

Ich habe deutlich gemacht, dass das 2003 in Deutschland eingeführte pauschalierte Vergütungssystem sich aus meiner Sicht grundsätzlich bewährt hat. Die mit der Einführung der sog. German Diagnostic Related Groups verbundenen Ziele wurden weitgehend erreicht. Es gibt mehr Wettbewerb zwischen den Krankenhäusern und die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus hat sich verkürzt. Zudem gab es durch das Fallpauschalensystem Effizienzsteigerungen und Spezialisierungen bei den Krankenhäusern. Und vor allem haben wir deutlich mehr Transparenz bei den Leistungen im Krankenhaus. Das Prinzip „Geld folgt Leistung“ ist umgesetzt worden. Insgesamt hat sich das DRG-System in den vergangenen 12 Jahren zu einem internationalen Erfolgsmodell entwickelt. Problematisch ist allerdings, dass aus den DRGs auch die Investitionskosten erwirtschaftet werden müssen Dadurch hat sich auch der wirtschaftliche Druck gegenüber den Krankenhäusern erheblich verstärkt, wobei vor allem beim nichtärztlichen Personal eingespart worden ist.

Der Rückgang der Pflegestellen hat allerdings nichts mit dem DRG-System zu tun; es gibt natürlich auch noch berechtigte Kritik und problematische Nebenwirkungen des Fallpauschalensystems. Hingewiesen habe ich hier bspw. auf medizinisch nicht indizierte Ausweitungen der Leistungsmenge oder die Höherbewertung von Leistungen, das sog. Upcoding. Sicherlich etwas, was wir als Gesetzgeber im Blick haben müssen, um regulierend eingreifen zu können.
Ein weiterer Kritikpunkt ist oftmals die Ökonomisierung der Gesundheitsversorgung. „Gesundheit als Ware“ vertrage sich nicht mit ethischen Prinzipien, sagen Kritiker. Nach meiner Auffassung ist Ökonomisierung nicht grundsätzlich negativ. Vielmehr ist eine ökonomisch kluge Herangehensweise unerlässlich, um finanzielle Ressourcen effizient einzusetzen, um so gute und bezahlbare Gesundheit für Alle in der Praxis zu gewährleisten, weil wir ja immer nur ein bestimmtes finanzielles Budget zur Verfügung haben.

 
 

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